
Kronen Zeitung
ZWEI ELFMETER UND ROT
Altachs Sieg gegen Leader Ried bleibt unbelohnt
Der SCR Altach hat sich mit einem Sieg aus der Saison 2025/26 der Bundesliga verabschiedet, das Europacup-Play-off aber verpasst. Die Vorarlberger setzten sich am Samstag daheim gegen Ried mit 2:0 (1:0) durch.
Da die Ergebnisse auf den anderen Plätzen nicht zu eigenen Gunsten verliefen, wurde es am Ende aber nur der dritte Platz in der Qualifikationsgruppe. Für Ried war es sportlich ein unbedeutendes Match, da die Innviertler schon davor als Liga-Siebenter fix waren.
Patrick Greil besorgte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte vom Elfmeterpunkt (45.+6) die Führung, Yann Massombo erhöhte in der 75. Minute gleichermaßen via Penalty. Beide Strafstöße resultierten aus Handspielen der Oberösterreicher, bei denen es keine Diskussionen gab. Nach sechs Pflichtspielen ohne vollen Erfolg durfte sich Altach am Ende der Saison wenigstens wieder über einen Sieg freuen, die Chance auf eine Conference-League-Teilnahme gibt es aber nicht mehr.
Für Ried hingegen ist noch alles möglich. Am Dienstag geht es mit Heimvorteil gegen den WAC darum, wer ins finale Duell mit dem Fünften der Meistergruppe gehen darf. Nicht unwahrscheinlich ist, dass dies der SK Rapid sein wird.
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Ried mit ungewohnter Startelf
„Wir gehen all-in mit der besten Mannschaft“, hatte Altach-Trainer Ognjen Zaric vor Anpfiff im Sky-Interview auf die Bedeutung des Spiels hingewiesen. Im Gegensatz dazu rotierte Ried-Coach Maximilian Senft den Großteil seiner Stammbesetzung auf die Bank, um Körner für das Play-off zu schonen. Im Vergleich mit der Partie der Vorwoche kamen gleich sechs Neue zum Zug. Aufgrund des Ablebens von Ex-Trainer Alfred Tatar liefen die Rieder übrigens mit Trauerflor auf.
Nach einem zerfahrenen Beginn gab es nach zwölf Minuten die erste gefährliche Annäherung der Altacher Richtung Rieder Tor inklusive Abschluss von Greil. Der Ex-Rapidler und frühere Sandhausen-Legionär hatte jedoch kein Glück, wobei die Aktion ohnehin wegen Abseits gestoppt wurde. In der 25. Minute versuchte Greil es noch einmal aus kurzer Distanz, Ried-Goalie Andreas Leitner vereitelte diesmal den Erfolg. Bei den Gästen kassierte der VAR ein Tor von Christopher Wernitznig in der 34. Minute ein, weil der Routinier seinen rechten Oberarm benutzt hatte.
Gelb-Rote Karte für Rieds Rasner
Tief in der Nachspielzeit verhängte Schiedsrichter Markus Greinecker Elfmeter für Altach, weil mit Oliver Steurer erneut ein Rieder ein Handspiel begangen hatte. Greil entschied das Duell mit Leitner für sich und machte sein zwölftes Tor in dieser Ligasaison. Nach der Pause entschärfte Leitner einen Demaku-Schuss auf das kurze Eck (48.). Mit Antonio van Wyk und Torjäger Kingstone Mutwandwa waren zwei Stammkräfte der SV Ried ins Spiel gekommen, später gesellten sich auch Nikki Havenaar und Nicolas Bajlicz dazu. Die Partie blieb insgesamt aber auf überschaubarem Niveau.
Zumindest ein Tor bekamen die knapp 4.700 Menschen, die ins Schnabelholz gepilgert waren, noch zu sehen. Ried war ab der 68. Minute zu zehnt auf dem Feld unterwegs, nachdem Martin Rasner seine zweite Gelbe Karte erhalten hatte. Fünf Minuten später standen die Zeichen wieder auf Elfmeter, Wernitznig hatte diesmal im eigenen Strafraum seinen Oberarm im Spiel gehabt. Massombo ließ Leitner keine Chance.
SCR Altach – SV Ried 2:0 (1:0)
Altach, Stadion Schnabelholz, 4.700, SR Greinecker.
Tore:
1:0 (45.+6) Greil (Handelfmeter)
2:0 (75.) Massombo (Handelfmeter)
Altach: Stojanovic – Jäger, Zech, Rahmani – Ingolitsch, Demaku (80. L. Gugganig), Bähre, Ouedraogo – Massombo (91. Oswald), Hrstic (80. Gorgon), Greil (91. Benjamin)
Ried: Leitner – Weissenbacher (57. Bajlicz), Sollbauer (68. Havenaar), Steurer, Scherzer – Maart (57. Zeqiri), Rasner – Boguo (46. Van Wyk), Nasrawe, Wernitznig – Sane (46. Mutandwa)
Gelbe Karten: Greil bzw. Rasner, Sollbauer, Steurer
Gelb-Rote Karte: Rasner (68./wiederholtes Foulspiel)
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